Markt – Petersstraße

Der südliche Eingang zur Petersstraße um 1910: Links das repräsentative Modehaus August Pohlich, welches 1937 durch das schmucklose Merkurhaus ersetzt wurde. Erhalten blieben das Klingerhaus sowie das ehemalige Reichsbankgebäude, heute als Musikschule „J. S. Bach“ (rechts).

Nicht erst seit heute gehören der Markt und die angrenzende Petersstraße zu den beliebtesten Einkaufsmeilen Leipzigs: Bereits im späten Mittelalter hatten sich hier wichtige Zentren des Einzelhandels etabliert. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann die Zeit der großen Universal- und Spezialkaufhäuser. Einst stadtbekannte Namen wie Theodor Althoff, August Polich oder Gustav Steckner ersetzen heute große Handelsketten wie Karstadt, Peek & Cloppenburg oder Breuninger.

Dennoch verschwanden gerade hier durch Neubebauung oder Kriegseinwirkung zahlreiche historische Bauten. Am Markt waren beispielsweise das Jöchersche Haus, Kochs und Aeckerleins Hof betroffen, während die Petersstraße mit Hohmanns Hof, dem Messehaus Großer Reiter sowie der Juridicum-Passage wichtige Geschäftsbauten verlor. Extreme Zerstörungen erlitt der Burgplatz: Hier fielen sämtliche Geschäftshäuser dem zweiten Weltkrieg oder „sozialistischem Aufbauwillen“ zum Opfer.

Mit Hilfe vieler historischer Darstellungen wird unsere Führung einige Eindrücke vom Flair des alten Petersviertels sowie den Kontrast zur Gegenwart vermitteln.

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