Elstermühlgraben

Bootshaus des Leipziger Rudervereins um 1908

Die Postkarte zeigt das Bootshaus des Leipziger Rudervereins um 1908. Der Fotograf stand auf der Heiligenbrücke, eine der ältesten Brücken über den Elster. Der Blick geht nach Westen, wo sich heute der erst 1933 errichtete Peterssteg befindet.

Der Leipziger Elstermühlgraben – vermutlich schon im 11. Jahrhundert angelegt – diente in erster Linie dem Antrieb der Angermühle, der größten unter den vier Stadtmühlen. Aber auch Fischer, Färber und Gerber nutzten sein Wasser für ihre Zwecke. Später baute man den Mühlgraben teilweise als Dampfschiffkanal aus und transportierte Baumaterial sowie Ausflugsgesellschaften zwischen Plagwitz und Innenstadt.

Unsere Führung beginnt Karl-Heine-Denkmal. Gleich gegenüber befand sich bis vor 70 Jahren der Palmengarten, ein Vergnügungspark mit einem imposanten Palmen- und Gesellschaftshaus. Es folgt ein Überblick zu wichtigen Flussregulierungsmaßnahmen des 19. und 20. Jahrhunderts. Anschließend führt die Tour zunächst am Nordrand des Bachstraßenviertels entlang, tangiert Deutschlands älteste Schrebergartenanlage und durchquert schließlich den südlichen Teil des Waldstraßenviertels. Dabei wird an Architekturschätze wie die Villa „Zur Julburg“ oder bedeutende Wirtschaftsstandorte wie die „Königlich-Sächsische Hof-Pianofortefabrik von Julius Blüthner“ erinnert.

Schließlich passieren wir mit Poniatowski- und Brückensprengungsdenkmal zwei historische Schauplätze der Völkerschlacht 1813.

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