Baugeschichte der Leipziger Universität

Die Universitätsfassade am Augustusplatz um 1915. Während das Augusteum (links) erhebliche Kriegsschäden davontrug, blieb die bereits 1140 geweihte Paulinerkirche nahezu vollständig erhalten. Dennoch wurden beide Bauten 1968 Opfer einer verfehlten DDR-Baupolitik.

Nach Neugründung der Leipziger Alma mater im Jahre 1409 durch Markgraf Friedrich den Streitbaren befanden sich deren wichtigste Gebäude zunächst im Bereich zwischen der heutigen Grimmaischen, Ritter- und Goethestraße. Erst nach der Reformation überließ Kurfürst Moritz der Universität 1543 das Gelände des ehemaligen Dominikanerklosters mit seiner bereits 1240 geweihten Kirche.

Nach Nutzung der alten Klosteranlage begann erst 1830 eine umfassende Neubebauung des Areals am Augustusplatz. Eine weitere Welle mit Um- und Neubauten folgte gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Nach den katastrophalen Zerstörungen, die der Zweite Weltkrieg und eine verfehlte DDR-Baudoktrin hinterließen, errichtete man ab 1968 eine neue, diesmal „sozialistische“ Universität.

2005 begannen die jüngsten Neubaumaßnahmen für einen modernen Universitätscampus. Diese sollten ursprünglich zum 600. Jubiläum 2009 abgeschlossen sein, neueste Planungen prognostizieren jedoch eine Bauzeit bis 2014.

Die Führung gibt anhand vieler historischer Darstellungen einen Überblick über die einzelnen Bauepochen der Universität. Sobald wie möglich werden auch die neu gestalteten Bereiche vorgestellt.

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